STADTGÄRTNEREI HOLZ
 

Im Leipziger Osten wurde am 23. Juni 2010 an der Zweinaundorfer Straße die erste Modellfläche zur öffentlichen Nutzung freigegeben. Auf der brachgefallenen, ehemaligen Stadtgärtnerei mussten vor der Aufforstung mehrere alte Gebäude und Gewächshäuser abgebrochen werden. Gut erhaltene Materialien wurden auf der neu gestalteten Fläche wiederverwendet, Wege, Gehölze und Teiche weitestgehend eingebunden. Das vorhandene Flächenraster der Gärtnerei wurde aufgenommen. Die Waldparzellen ordnen sich in das streng orthogonale System der ehemaligen Anzuchtflächen ein. Das Raumerlebnis wechselt durch die Verwendung verschiedener Gehölzkombinationen. Obst- und Nussbäume greifen die Geschichte des Ortes wieder auf.

Entwurfsplan Stadtgärtnerei Holz

Irene Burkhardt Landschaftsarchitekten, Entwurf für das Stadtgärtnerei Holz

Das ''Stadtgärtnerei-Holz'' war der erste praktische Schritt im Vorhaben. Auf dem Gelände mit einst ca. 40 % versiegelter Fläche wurde nach den umfangreichen Rückbau- und Entsiegelungsarbeiten eine ca. 3,8 ha große Waldfläche angelegt. Nach Inge Kunath, der damaligen Leiterin des Amtes für Stadtgrün und Gewässer, war es mit erheblichem Aufwand verbunden, das über 130 Jahre alte Gärtnereigelände in eine landschaftsarchitektonisch gestaltete Waldfläche mit hohem Erholungs- und Freizeitwert zu verwandeln. Seit 2005 wurde das Gelände nicht mehr genutzt.

Sitzelemente

A. Zürn (links), I. Burkhardt (rechts), recycelte Sitzmöbel im Stadtgärtnerei Holz

Früchtetragende Wildgehölze, die an die ehemalige gärtnerische Nutzung erinnern, stehen neben Waldbäumen. Bereiche zum Spielen, Verweilen und Spazierengehen wurden eingeordnet. Aus recycelten Betonplatten wurden Sitzgelegenheiten gebaut.
Auf dieser ersten Erprobungsfläche wurde ein hölzerner Hochstand etabliert, der den Besuchern auch während der anfänglichen Einzäunung der Aufforstungen einen Blick ins Innere ermöglicht. Die Hochstände sind auch auf den anderen beiden Urbanen Wäldern zu finden. Leider wurden genau diese Elemente während der gesamten Erprobung zum Ziel von Vandalismus.

 
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